Die Libelle

Es handelt sich bei der Libelle um eines der weniger bekannten Symbole aus dem Feng Shui und bedeutet Veränderung, Fortschritt und dadurch Frieden, Harmonie, Weisheit und Glück. Die Libelle gilt in China als Manifestation des Drachens in unserer Welt, als die Seele des Drachens im Hier und Jetzt, wobei der Drachen ein starker Glücksbringer ist. Der Zusammenhang zwischen Libelle und Drachen zeigt sich interessanterweise auf der Sprachebene, im Englischen: Libelle heisst «dragonfly», also Drachenfliege. Als Symbol ist die Libelle verbunden mit unserem Unterbewustsein und unseren Träumen; wer einer Libelle in freier Natur begegnet, so der Glaube, hat das Glück (hier vielleicht mit «Möglichkeit» zu übersetzen), Neues zu erkennen und so, sich zu verändern.
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Gingko Biloba

Der Baum, der aus China stammt, ist Millionen Jahre alt, er wird wegen seines Stammbaums oft «lebendes Fossil» genannt; im Laufe der Zeit hat er dank seiner Vitalität, Kraft und Stärke überlebt. Nicht selten sind Bäume, die 1000 oder 2000 Jahre alt sind; oft stehen sie in Tempelbezirken. Der Gingko vermag Bakterien und Pilzen genauso zu trotzen wie stärkster radioaktiver Strahlung (ein Gingko-Baum ging beim Abwurf der Atombombe von Hiroshima in Flammen auf, trieb aber im selben Jahr wieder aus und lebte weiter), Feuerstürmen und in heutiger Zeit dem Smog in unseren Grossstädten. In China gilt der Gingko als heiliger Baum, der für Langlebigkeit und Kraft steht. Mütter baten beim Gingko-Baum um Milch zum Stillen, Bauern baten um Regen für eine reiche Ernte. Zudem wurde das zweigeteilte Blatt schon früh mit dem Symbol von Yin und Yang in Verbindung gebracht. In der Phytotherapie wird Gingko unter anderem zur Behandlung von Demenz und arterieller Minderdurchblutung eingesetzt.
Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt?
Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dass ich eins und doppelt bin?
Johann Wolfgang von Goethe (1815)
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